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FAMUSF – Musik ohne Grenzen

FAMUSF – Fanfara Música Sem Fronteiras, ein soziales Projekt in Brasilien – von EnviroChemie seit 2003 unterstützt

Fanfarengruppe, FASMUSF, Bäsergruppe FAMUSF
 

Aktueller Bericht über das von EnviroChemie unterstützte Sozialprojekt

G. Hupfer, der Vorsitzende der Geschäftsleitung, informierte sich, wie jedes Jahr, vor Ort

Das Sozialprojekt Centro de Pomesao, Santa Fé im Bundesland Paraná, Brasilien, besteht seit rund 20 Jahren. Seit 2003 wird es von EnviroChemie unterstützt. Zu Beginn unserer Unterstützung haben wir beim Bau einer neuen Straßenkinderschule geholfen. Durch Cleibson Moreira da Silva, der ehrenamtlicher Vorsitzender des Sozialprojektes ist, wurde mit unserer Unterstützung vor 3 Jahren ein zusätzliches Musikprojekt sehr erfolgreich ins Leben gerufen. Mitte Oktober 2009 war ich vor Ort und habe mich umgesehen.

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Im Kinderhaus, das den Namen der deutschen Hauptsponsorin Erna Willi trägt, werden 20 mangelernährte Kleinkinder betreut. Aus dem Erbe der Sponsorin wurde das Haus gerade renoviert und um einen Mehrzweckraum erweitert. Gemeinsam mit meiner Frau wurde ich von den Betreuerinnen und den Kindern sehr fröhlich empfangen. Das Kinderhaus macht einen hervorragenden Eindruck. Weil ich Santa Fé am Wochenende besuchte, hatte die „Straßenkinder“-Betreuungsschule natürlich keinen regulären Unterricht, aber es fand ein Musikkurs für junge Drummer statt. In der Betreuungsschule sind insgesamt 160 Kinder eingeschrieben. Man hat außerdem eine lange Warteliste von Bewerbern. Die Kinder werden hier zusätzlich zur staatlichen Halbtagsschule betreut. Hier werden Mängel der schulischen Grundausbildung behoben, das Sozialverhalten verbessert sowie musikalische und handarbeitliche Fähigkeiten gelehrt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Die 14 – 17-jährigen Absolventen finden praktisch alle Beschäftigung in umliegenden Betrieben, Geschäften und Organisationen. 65 Kinder konnten bereits von der Schule in die Beschäftigung vermittelt werden. Die Kinder haben eine wesentlich höhere Chance, in Weiterbildung oder Beschäftigung zu gelangen als Kinder, die nur die halbtägliche, staatliche Schule besuchen. Auf jeden Fall können sie alle richtig lesen und schreiben und haben die für eine weitergehende Ausbildung notwendigen Tugenden geübt.

Es bleibt viel zu tun

Das vor 3 Jahren eingeweihte Schulgebäude hat mangels Geld immer noch keine Außenanlage und keine richtige Außenentwässerung, dadurch leidet die Fassade erheblich. Zusätzlich fehlen eine Befestigung der Zufahrt und ordentliche Parkflächen. Hier sind dringend Aufwendungen nötig.

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FAMUSF - Musik ohne Grenzen

Das Musikprojekt versetzt mich immer wieder in Erstaunen. 160 Kinder, Jugendliche und Erwachsene in verschiedenen Gruppen und Leistungsklassen wirken in Fanfarenchor, Brassband und Sängerchor mit. Es gibt jetzt auch Unterricht mit Streichinstrumenten und Orchesterblasinstrumenten. Für die Generation 50+ wurde vor einem Jahr ein Gesangschor ins Leben gerufen, in dem rund 30 hauptsächlich alleinstehende Damen singen. Während meines Wochenendbesuchs wurde abends ein Konzertabend veranstaltet, an dem die Gruppen des Musikprojekts, aber auch Gastchöre aus der Regionalhauptstadt Maringá und umliegenden Städtchen teilnahmen. Die Halle, Eintritt natürlich kostenlos, war voll. Durch eine Kooperation des Musikprojektes mit der Universität Maringá ist es gelungen, gut ausgebildete Musiklehrer und teilweise junge Professoren für die Ausbildung zu gewinnen. Sie können hier ihre Praxiskenntnisse verbessern und die jungen Musiker erreichen ein erstaunlich gutes musikalisches Niveau. Die Fanfarengruppe hat schon eine ganze Reihe von Pokalen in Wettbewerbsveranstaltungen im Bundesland Paraná und sogar in Sao Paulo eingesammelt.

Die Bekanntheit des Projektes hat dazu geführt, dass in einer Kleinstadt der Umgebung mit dem Know-how aus Santa Fé und ideeller Unterstützung ein kleines Musikprojekt gestartet werden konnte.

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Auch für Senioren

Nicht zuletzt möchte ich noch kurz über das Altersheim des Sozialprojektes hinweisen, welches von Pater Antonio gegründet wurde. 18 alte Menschen leben in dem kleinen Altersheim. Staatliche oder öffentliche Altersheime gibt es in 50 km Umkreis nicht. Das Altersheim ist sehr stark auf Spenden angewiesen. Es bekommt nur sehr geringe öffentliche Unterstützung. Leider ist in dem Altersheim neben den Schlafzimmern und der Küche kein vernünftiger überdachter Raum als Treffpunkt bzw. Cafeteria vorhanden. Da es auch in Brasilien nicht zu knapp regnet, wäre es sicher schön, wenn hier der geplante, überdachte Cafeteriaraum bald gebaut werden könnte.

Das gesamte von Cleibson Moreira geleitete Sozialprojekt beschäftigt 30 Voll- und Teilzeitkräfte im Bereich Kinderhaus, Schule und Altenheim. Dazu kommt eine Vielzahl ehrenamtlicher Helfer. Neben unserer Unterstützung wird das Projekt wesentlich durch einen Hilfskreis in meiner Heimatregion Klettgau unterstützt. Alle unsere Spenden werden durch das Hilfswerk Adveniat um etwa 20 % aufgestockt. Vor Ort gibt es Hilfen von der Gemeinde, etwas staatliche Unterstützung und Einnahmen aus Festen und Veranstaltungen. Gerade hat man in der Stadt ein Bingo-Gewinnspiel durchgeführt und einige Tausend Euro eingenommen.

Neben den Personalkosten sind Energie- und Transportkosten große Posten. Die Wege in Brasilien sind weit und Autos oder Busse kosten nicht viel weniger als in Europa.

Was helfen unsere Spenden?

Brasilien ist kein armes Land mehr und in Brasilien hungert kaum jemand. Aber die Unterschiede zwischen Stadt und Land sind sehr groß. Die Sozialsysteme sind sehr schwach. Krankenversicherungen haben nur Angestellte. Die Schicht der Menschen mit sehr geringem Einkommen und Analphabetismus ist immer noch groß. Das Sozialprojekt hat in der Stadt Santa Fé mit gut 10.000 Einwohnern vieles bewirkt und nach vorne gebracht. Insbesondere den jungen Menschen wird eine Perspektive gegeben. Über das Musikprojekt kommen sie in umgebende Städte und sehen das Land. Der Prozentsatz der Kinder, die eine Berufsausbildung oder mindestens einen Arbeitsplatz finden, nimmt zu. Wir erreichen durch unser Geld und unsere moralische Unterstützung für Cleibson Moreira und sein Team in Santa Fé sehr viel.

G. Hupfer

Sie würden das Projekt gerne unterstützen und benötigen weitere Informationen?

Bitte wenden Sie sich an Andrea Renner
Tel. 06154 6998 14
CEO.secretary@envirochemie.com

Weitere Informationen finden Sie auf der brasilianischen Internetseite des Projektes www.famusf.com.br